Jüdisches Leben in Deutschland

Jüdisches Leben ist kaum sichtbar. Jüdische Einrichtungen aber fallen durch umfangreiche Sicherungsmaßnahmen und Polizeischutz auf. Die meisten Menschen haben sich wohl daran gewöhnt – scheinbare Normaltät in Köln, Düsseldorf, Berlin und vielen anderen Städten.

Zu den jüdischen Traditionen gehört auch Tu Bischwat, das „Neujahrsfest der Bäume“, welches jetzt Ende Januar in vielen Gemeinden gefeiert wird. Tu Bischwat ist kein religiöses Fest, aber eines welches die Bindung an Israel und den Gemeinschaftsgedanken stärken möchte. Es ist ein fröhliches Fest mitten im grauen Winter und es bringt den Frühling, der in Israel gerade beginnt nach Deutschland. „Jüdisches Leben in Deutschland“ weiterlesen

Scheinbare Normalitäten

Vor dem Gebäude steht ein Streifenwagen. Nur wer angemeldet ist und seinen Personalausweis dabei hat, kann die Sicherheitsschleuse im Eingangsbereich passieren.

Die Führung der Synagogengemeinde Köln durch die Synagoge in der Roonstrasse ist Teil des Rahmenprogramms „Hilliges Köln 2.0“, einer Ausstellung anlässlich des 500-jährigen Reformationsjubiläums im Historischen Archiv der Stadt Köln.

Historischer Abriss – das jüdische Leben in Köln hat eine sehr lange Geschichte.

Interessant sind u.a. die religiösen Speise- und Kleidervorschriften. Hier zeigen sich Parallelen zu anderen Religionen.

Einen hohen Stellenwert haben für viele Menschen dieser Gemeinde die Familie und die Pflege von Traditionen. Das macht bekanntermaßen den Umgang mit gleichgeschlechtigen Paaren schwierigerer („Seid fruchtbar und mehret euch…“), aber sie werden toleriert und sind Teil der Gemeinschaft.

Die offene Diskussion schließlich bringt Probleme zu Sprache, die derzeit wenig im Fokus sind und bedrücken. Hierzu gehören die Angst mit Kippa in der Öffentlichkeit angefeindet zu werden und das Gefühl einer in Teilen der Gesellschaft tief verwurzelten Ablehnung.

Zurück zum Ausgangspunkt – scheinbar normal geworden sind Polizeischutz und Sicherheitsvorkehrungen. Aber sie sind es nicht.